Der Rubin ist eine Farbvarietät des Korunds und damit eng verwandt mit dem blauen Saphir und dem orangefarbenen Padparadscha. Der braunrote bis rosarote Rubin ist einer der teuersten Edelsteine der Welt und hat eine Mohshärte von 9.

Am begehrtesten ist die sogenannte Taubenblutfarbe - ein reines Rot mit einem blauen Farbstich. Die Farbverteilung innerhalb des Edelsteines wirkt oft fleckig oder streifig mit sichtbaren Einschlüssen oder Rutilnadeln, was bei Rubinen jedoch als Echtheitsmerkmal gilt und keine Qualitätsminderung darstellt. Rutilnadeln im Rubin können einen Sterneffekt oder einen Katzenaugeneffekt hervorrufen - diese Steine werden dann als Cabochons geschliffen.

Erst um 1800 wurde die Verwandtschaft des Rubins mit dem Saphir entdeckt. Vorher wurden die roten Schmucksteine Rubin, Granat und Spinell als "Karfunkelstein" bezeichnet und unter diesem Begriff fälschlich zusammengefaßt.

(Foto: Antikschmuck)

Vorkommen von Rubin

Rubine werden fast überall in der Welt gefunden. Für die Schmuckverarbeitung begehrt sind die Rubine aus den Fundstätten der asiatischen Länder Myanmar, Thailand und Sri Lanka sowie aus Kenia und Tansania in Ostafrika.

Mythologie und Esoterik

Der Rubin hat seinen festen Platz in der christlichen Mythologie als Sinnbild des königlichen Stammes Juda. In der Esoterik gilt der Rubin als Stein des Lebens und der Liebe, der aufbewahrt seinem Besitzer zu mehr Tapferkeit, Würde und Macht verhilft und seinen Träger gegen den Teufel und die Pest schützen soll.

Synthetische Rubine

Synthetische Rubine werden bereits seit 1891 hergestellt. Rubin wird auch durch gefärbtes Glas imitiert. Da man Spinell und Rubin lange nicht unterscheiden konnte, existieren viele fälschlich klassifizierte Steine neben der großen Anzahl an Synthesen.

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