Eine Farbe schafft Kunstgeschichte

Die Farbe Ultramarin besteht aus gemahlenem Lapislazuli. Lapislazuli hat ein unnachahmliches, strahlendes, natürliches Blau das durch goldene Phyriteinsprengsel veredelt wird. "Blauer geht nicht" ist eine volkstümliche Wahrheit über Ultramarin. Der Halbedelstein Lapislazuli ist selten geworden und wird heute im Schmuckbereich oft durch Sodalit ersetzt, der jedoch weissblau gefleckt ist und mit Abstand nicht an das begehrte Original heranreicht.

Mit Lapislazuli bzw. Ultramarin färbten Maler im Mittelalter Madonnengewänder. Das Stundenbuch des Herzogs von Berry (Très Riches Heures du Duc de Berry bzw. Très Riches Heures) ist eines der berühmtesten illustrierten Manuskripte des 15. Jahrhunders und wurde u.a. erkennbar mit Ultramarin gezeichnet.

Lapislazuli Pigmente wurden auch in Giottos Freskenzyklus als Himmelsblau verwendet.

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