Farbig und elektrisch
Kein anderer Edelstein zeigt eine so große Farbvielfalt wie der Turmalin, der seit dem 15. Jahrhundert bei uns bekannt ist. Schon die einzelnen Kristalle des Schmucksteins können verschiedene Farben aufweisen: blau, braun, grün, rosa, rot und schwarz - nicht selten treten alle Farben in einem Kristall auf. (Foto: R.Weller)
Mit einer Mohshärte von 7,5 hat der Turmalin sehr gute Verarbeitungseigenschaften. Durch seine Farbvielfalt wird und wurde er nicht selten mit anderen Edelsteinen wie Smaragd und Rubin verwechselt. Ganz besonders sind blaue Turmaline gefragt, die sogenannten Indigolithe.
Turmalin wird in vielen Schliffformen zu Schmuck verarbeitet. In der nebenstehenden Arbeit von Garzareck & Todorov sehen Sie einen grünen Chromturmalin-Kristall in Gold mit Careè-Diamant gefaßt, unten weitere Schliffformen, u.a. einen zweifarbigen Turmalincabochon - die typische Schliffform für Steine mit Einschlüssen.
Besondere Eigenschaften
Der Pleochroismus - die verborgene Mehrfarbigkeit - ist eine Besonderheit des Turmalins, der aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedliche Farben zeigen kann. Interessant ist auch der pyroelektrische Effekt des Turmalins: unter Druck, bei Reibung oder durch Temperaturänderungen können sich die gegenüberliegenden Kristallenden entgegengesetzt elektrisch aufladen.
Farbvariationen von Turmalin
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